Promotionsprojekt

 

  • "Gewalt ist manchmal schön" - Eine empirische Untersuchung zur Problematisierung von Computerspielgewalt

 

Abstract

Gegenstand der Dissertation soll eine empirische Analyse der gesellschaftlichen Problematisierung von Computerspielgewalt innerhalb der letzten 25 Jahre sein. Maßgebend ist hierbei die Frage nach den Bedingungen und Prozessen der Thematisierung von Computerspielgewalt als soziales Problem, verstanden als "Prozesse der aktiven Produktion, Verbreitung, Durchsetzung und Institutionalisierung von Problemdiskursen. Der Schwerpunkt meiner Untersuchung liegt hierbei auf den diskursiven Strukturen der institutionellen Ebene. Um den Problemdiskurs offenzulegen sollen zunächst gewalthaltige Computerspiele, die dazugehörigen Indizierungsberichte der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien sowie fachjournalistische Artikel und Elternratgeber qualitativ- inhaltsanalytisch ausgewertet werden, um im Anschluss mithilfe der wissenssoziologischen Diskursanalyse (WDA) spezifische Begründungslogiken und Aushandlungsstrukturen herauszuarbeiten. Das Ziel ist es, anhand der Computerspielgewalt die Rolle und Wirkmächtigkeit von Institutionen innerhalb dieser Problematisierungsprozesse aufzuzeigen.