Forschung

Forschungsschwerpunkte der Professur für Soziologie und empirische Sozialforschung

Die Forschungsschwerpunkte der Professur für Soziologie und empirische Sozialforschung gliedern sich zwei Themenbereiche. Der erste Themenkomplex bezieht sich auf die Erfassung von negativ wirkenden Sozialkapitalbeziehungen, vor allem in Arbeitsverhältnissen in Firmen und Organisationen.

Der zweite Themenkomplex behandelt in engem Bezug zum ersten die messtheoretischen Voraussetzungen, sowie die Untersuchung und Analyse von Sozialkapital- und Devianzdaten auf der Mikro- und Makroebene. Wissen über den richtigen Einsatz und die methodische und statistische Behandlung solcher Daten ist eine Voraussetzung für empirische Forschungen zu negativ wirkendem Sozialkapital.

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Das Themengebiet des negativen Sozialkapitals berührt Inhalte wie Korruption, Vertrauen (generalisiertes und spezifisches), Devianz und Konflikt. Zu allen diesen Inhalten wurden in der Vergangenheit empirische Forschungen durchgeführt. Teilweise wurden die Ergebnisse auch in Organisationsberatungen in der Praxis umgesetzt.

Zentrale Forschungsfragen sind:

  • Welche strukturellen Bedingungen zeichnen die Entstehung von negativen Sozialkapitalbeziehungen aus?

  • Welche Dynamiken entstehen in negativen Sozialkapitalbeziehungen und welche Folgen haben diese für die Effektivität von Arbeitsbeziehungen?

  • Wie lassen sich negative Sozialkapitalbeziehungen effektiv und nachhaltig bekämpfen bzw. substituieren?


 

Das methodische Themengebiet wurde zeitgleich mit der Betrachtung negativer Sozialkapitalbeziehungen vorangetrieben. Dabei wurde zunächst der makrosoziologische, später dann der mikrosoziologische (Survey-) Bezug behandelt.

Zentrale Forschungsfragen sind:

  • Wie können Aggregatdaten (insbesondere Indizes) theoriekongruent erfasst werden?

  • Wie können die Gütekriterien (Validität, Reliabilität) von bestehenden Indizes oder Konstrukterfassungen (auf der Mikroebene) verbessert werden?

  • Wie können Item- und Unit-Nonresponse bei sensitiven Inhalten reduziert werden?

 

Beide Forschungsfelder sind interdisziplinär angelegt, da sie ein steigendes Interesse seitens verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen verzeichnen. Negativ wirkendes Sozialkapital ist vor allem in anderen sozialwissenschaftlichen Fächern (Politologie, Pädagogik, Psychologie) ein immer stärker diskutiertes Phänomen. Der Umgang mit sensitiven Mikro- und Makrodaten ist vor allem in den Wirtschaftswissenschaften, aber auch bei Juristen und Mathematikern (welche die Verfahren für deren Erfassung entwickeln) ein prosperierendes Forschungsfeld.

Für die Soziologie sind beide Themenfelder unverzichtbar, weil sie einerseits zentrale Grundlagenfragen aufgreifen und damit bestehende klassische Theorien fortführen und andererseits Raum für Neuentwicklungen schaffen.

 


Forschungen und Projekte im Team der Arbeitsstelle Gender & Diversity Studies (Leitung Prof. Dr. Uta Klein)

Die Mitarbeiter_innen des Arbeitsbereichs Gender & Diversity Studies befassen sich insbesondere mit folgenden Themen:

  • Geschlechterforschung, Diversity und Antidiskriminierung

  • Hochschulforschung (insbesondere Gleichstellung und Diversity)

  • Gleichstellungspolitik der EU

  • Migration / Integration

Laufende Projekte

  • Publikationsreihe zu "Diversity und Hochschule"

Kürzlich abgeschlossene Projekte

  • Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention an der CAU Kiel

  • Studierendenbefragung zu Diversität und Diskriminierungserfahrungen

  • Projekt "Diskriminierungsfreie Hochschule"


Weitere Informationen finden Sie auf der Webpräsenz für den Arbeitsbereich Gender & Diversity Studies.


Forschungseinrichtungen und -kooperationen

 

Ferdinand-Tönnies-Gesellschaft