Die Soziologie der Koruption: Von Kontraintuitivität zu quantitativen Vergleichen

06.04.2017

 

Vortrag von Herrn Dr. Fran Osrecki,

Universität Osnabrück

Institut für Sozialwissenschaften

 

Die Soziologie der Korruption:

Von Kontraintuitivität zu quantitativen Vergleichen“

 

 

Abstract:

 

"Der soziologische Diskurs über Korruption war zu seinen Anfängen bei funktionalistischen Autoren der 1960er Jahre von der kontraintuitiven Idee getragen, dass Korruption ein wichtiger Bestandteil des politischen Modernisierungsprozesses und insofern moralisch nicht immer zu verurteilen sei. Nun ist es im Laufe der letzten 10-15 Jahre in weiten Teilen der Sozialwissenschaften üblich geworden, Korruption nicht mehr funktionalistisch und historisch zu deuten, sondern sie mittels so genannter „Korruptionsperzeptionsindizes“ zu messen und mittels Rankings international zu vergleichen. Der Vortrag geht der Frage nach, welche Faktoren zu diesem Umschwung in der soziologischen Analyse von Korruption beigetragen haben und ob es sich hierbei um einen rationalen Lernprozess innerhalb des Faches handelt. Wissen wir durch quantitative Rankings heute über Korruption mehr als früher? Und was ist heute aus dem Gedanken geworden, dass Korruption auch ihre guten Seiten hat?"
 

 

Wann und wo:

 

Donnerstag, d. 13.4.2017,

 um 18.15 Uhr,

Raum 03.71,

Westring 400, 24118 Kiel